Schrothkur

Die Schrothkur ist eine Art des Heilfastens. Dieses zeichnet sich dadurch aus, dass über mehrere Tage nur bestimmte Flüssigkeiten zu sich genommen werden. Da unterscheidet sich die Schrothkur von anderen Arten des Heilfastens wesentlich. Denn hier ist es nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht, dass feste Nahrung gegessen wird.

Diese Schrothkuren werden in vielen europäischen Kurkliniken angeboten. Dabei gibt es drei Hauptbestandteile. Erstens steht eine spezielle salz- und fettlose sowie eiweißarme Kost auf dem Speiseplan. So findet man oft Menüs mit Reis-, Grieß- und Haferbrei, welche oft mit Gemüse oder gekochtem Obst und trockenen Brötchen aufgewertet werden. Zweitens gibt es abwechselnd Trink- und Trockentage. An Trockentagen werden weniger als ein halber Liter Flüssigkeit, früher vor allem Weißwein getrunken. Dazwischen gibt es abwechselnd jeweils zwei "kleine" beziehungsweise "große" Trinktage. Drittens gibt es so genannte Schrothsche Packungen, in die der ganze Körper über Nacht eingepackt wird. Diese sind relativ kalt, eine Erwärmung geschieht über Wärmeflaschen.

Hauptindikationen sind Übergewicht und chronische Krankheiten wie Rheuma, Verdauungsstörungen, Bluthochdruck und Hauterkrankungen. Zu beachten bleibt jedoch, dass es sich hier um eine Mangeldiät handelt, und es zu Eiweiß- und Vitaminmangel kommen kann. Außerdem ist die Flüssigkeitszufuhr an Trockentagen bedenklich gering und die entwässernde Wirkung zu hoch. Deswegen wird sie von Medizinern eher kritisch betrachtet.


Weiterführende Literatur und Medien: