Rolfing

Die amerikanische Biochemikerin Ida Rolf hat in den 1950er Jahren diesen Therapieansatz entwickelt. Sie war der Meinung, dass man den Körper in drei Ebenen aufteilen kann, die in einem gesunden Körper genau übereinander liegen. Wenn es eine Fehlhaltung gibt, sind diese ein wenig verschoben, wodurch es zu physischen und psychischen Problemen kommen kann.

Grund der Fehlhaltung sind für Rolf nicht eine Schwäche der Wirbelsäule oder des Muskelsystems, sondern Schwächen im Bindegewebssystem. Diese Schwächen können entweder Verkürzungen, Verhärtungen oder Verwachsungen des Bindegewebes sein. Durch die Fehlhaltung muss sehr viel Energie verwendet werden, um den Körper überhaupt noch aufrecht halten zu können. Diese Energie fehlt dann der Immunabwehr im Kampf gegen Krankheitserreger. Um diese Schwächen zu behandeln, besteht das Rolfing aus zwei Phasen. Zuerst wird der Klient einer unter Umständen auch schmerzhaften Massage unterzogen, um alle Bindegewebsschwächen zu lockern. Dadurch sind diese wieder ineinander verschiebbar und eine korrekte Körperhaltung wird wieder möglich. Diese wird dann im zweiten Schritt auch durch aktive Übungen erreicht.

Die Wirkung ist sehr lang anhaltend, da nicht ein bestimmtes Symptom behandelt wird, sondern einfach der ganze Körper wieder in Einklang gebracht wird, damit genügend Energien für alle möglichen Abwehrfunktionen vorhanden sind. Um die Körperhaltung jedoch zu korrigieren, braucht es mindestens 10 aufeinander aufbauende Sitzungen.


Weiterführende Literatur und Medien: