Osteopathie

Da der Körper eine Funktionseinheit ist, können auch Störungen der Organe Auswirkungen auf die Mobilität des Bewegungssystems haben. Gleichzeitig können diese Organfehlfunktionen durch Mobilisierung des Bewegungsapparates behoben werden. Eine essentielle Bedeutung wird dabei dem Gefäßsystem zugeordnet, denn dieses bildet, durch die Versorgung des Körpers mit Blut und der Entsorgung von Abfallprodukten aus dem Körper, eine entscheidende Rolle. Wenn diese Gefäße durch Arterienverkalkung, Gelenksblockaden oder Muskelverspannung verengt sind, ist eine Versorgung des Körpers mit Nähstoffen und die Entsorgung von Schadstoffen nicht mehr gewährleistet.

Da der Körper immer versucht, solche Problem selbst zu kompensieren, kommt es zu einer veränderten Spannung von Muskeln, Gelenken und Knochen, die von Osteopathen diagnostiziert werden kann. Diese Spannungen werden dann mit einer Reihe verschiedener Techniken behandelt, die den ganzen Körper miteinbeziehen. Diese Techniken stellen nicht primäre Heilungsmethoden der Ursachen dar, sondern sollten den Körper darin unterstützen, genügend Selbstheilungsenergien zu entwickeln, um die Ursachen der Symptome selbst zu beseitigen. Selbst wenn die angewandten Techniken sehr unterschiedlich sein können, sind die Heilmittel immer die gleichen. Denn eine Behandlung erfolgt ausschließlich mit den Händen des Osteopathen.

Auch wenn es besonders aus der Sicht von Hochschulmedizinern noch an wissenschaftlichen Belegen für die Wirksamkeit der Osteopathie fehlt, kann diese bei sinnvoller Anwendung, und wenn man daran glaubt, eine große Linderung bewerkstelligen.

Positive Ergebnisse wurden auch in der Behandlung von schwerstpflegebedürftigen Patienten erzielt. Trotz dieser Behandlungserfolge ist es nach wie vor enorm schwierig, von der Pflegeversicherung eine Kostenerstattung für die Behandlung durch einen Osteopathen zu erhalten.


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Heilpraktiker Gesundheit