Kryotherapie

Bei akuten Verletzungen des Bewegungsapparates, wenn man sich zum Beispiel an einem Crosstrainer stößt oder sich ein Band zerrt, greifen die meisten sofort zum Eisbeutel. Dieser sollte nämlich die Schmerzen lindern. Dies tut er meist auch sehr gut, da er die Blutversorgung des entsprechenden Gebietes kurzzeitig minimiert und die Nervenempflindlichkeit herabgesetzt wird. Dadurch werden die Schmerzen vermindert und auch die Gefahr einer Schwellung abgewehrt, da die zuleitenden Gefäße verkleinert werden. Dabei gilt zu beachten, dass der Eisbeutel nicht direkt auf die Haut gelangen sollte, da es dadurch zu Erfrierungen kommen könnte.

Aber die Kryotherapie umfasst noch mehr als den einfachen Kältebeutel. So wird zum Beispiel eine Kältekammer nach Operationen, Bänder-, Gelenks- und Muskelverletzungen oder –erkrankungen angewendet. Weitere Indikationen sind rheumatische Erkrankungen, chronisch entzündliche Gelenks-, Wirbelsäulen- oder Weichteilerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Schuppenflächte, Lungen-erkrankungen und Tinnitus. Dies ist bei weitem keine vollständige Liste der Anwendungsgebiete. Bei dieser Therapie verbringen die Patienten einige wenige Minuten in einer Kammer mit -110°C.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die Dermatologie. Hier werden unter Einfluss von Kälte Tumore, Warzen oder überschießendes Narbengewebe entfernt. Auch in der Tumormedizin ist die Anwendung von Kälte immer mehr im Kommen, da man vermutet so auch Metastasen zum Beispiel in Leber und Lunge zu verbessern.


Weiterführende Literatur und Medien: