Fango

In Kurinstituten gehört nicht nur eine ausreichende Therapie, sondern auch eine große Portion Entspannung dazu. Deswegen wird des öfteren auch eine so genannte Fango-Packung angeboten. Worum es sich dabei genau handelt, ist bei Besuchern oft unbekannt. Deswegen erfahren Sie hier, was Fango ist, wie es wirkt und wann es angewendet wird.

Fango ist ein mineralhaltiger Schlamm aus vulkanischem Ursprung. Für die Behandlung mit Fango werden noch weitere Stoffe hinzugegeben, wobei die Zusatzstoffe variieren können. Der italienische Fango besteht aus Thermalwasser, Fangoschlamm, Algen und Mikroorganismen. Die zugegebenen Mirkoorganismen treiben die nötige Reifung an, die mindestens 60 Tage lang dauert.

Nach dieser Reifung kann Fango erwärmt und zur Therapie verwendet werden. Dazu wurd er auf dem Körper aufgetragen und einmassiert oder mit Folie, Baumwolltüchern oder ähnlichem abgedeckt. Nach etwa zwanzig bis vierzig Minuten wird der Schlamm wieder entfernt. In dieser Zeit ist die Wärme zwei bis drei Zentimeter in die Haut eingedrungen, und hat dort ihre Wirkung erfüllt. Dazu gehört, dass die Durchblutung gefördert, Schmerzen gelindert, Muskeln entspannt und Bindegewebe gelockert werden. Außerdem stärkt Fango das Immunsystem. Dadurch ergeben sich auch die Anwendungsgebiete. Diese erstrecken sich von Bindegewebs- und Muskelrheumatismus über chronischen rheumatischen Gelenkerkrankungen bis hin zu Neurodermitis, Schuppenflechte und Ekzeme.

Besonders in Verbindung mit einer Bewegungstherapie und Massagen gilt eine heilende Wirkung auch als medizinisch erwiesen.


Weiterführende Literatur und Medien: