Ayurveda

Im Mittelpunkt von diesem "Wissen vom langen Leben" steht nicht nur die Erhaltung der Gesundheit, sondern auch die Suche nach dem tieferen Sinn des Lebens. Auch wenn Ayurveda in unserem Gesundheitssystem eine sehr untergeordnete Rolle spielt, ist dies in Indien die vorrangige Medizin, nach der etwas zwei Drittel der indischen Bevölkerung behandelt wird.

Hauptaufgabe dieses medizinischen Ansatzes liegt darin, Krankheiten zu vermeiden. Dies wird durch eine äußerst genaue Hygiene erreicht, da nach ayurvedischer Auffassung die Krankheiten von außen durch die Körperöffnungen in den Körper kommen. Bereits bestehende Erkrankungen werden vor allem durch Fastenkuren, Ölmassagen, Bäder, Mediationsformen, Farb-, Musik- und Aromatherapie bekämpft. Außerdem werden sehr viele Pflanzen in unterschieldichster Kombination mit Mineralien und Metallen eingesetzt.

Herausragend ist dabei, dass die Behandlungsweisen nicht auf die Erkrankungen, sondern auf den Menschen abgestimmt werden. Dabei verlassen sich besonders westliche Ayurveda-Therapeuten bei akuten oder psychiatrischen Erkrankungen auf die Schulmedizin, auch wenn auch diese Leiden prinzipiell mit Ayurveda behandelbar wären. Die häufigsten Behandlungsgebiete in unserer westlichen Welt sind chonische Erkrankungen und psychosomatische Störungen.

Die Gefahren liegen einerseits darin, dass vielleicht akute oder schwerwiegende Erkrankungen nicht erkannt, und somit nicht richtig behandelt werden können. Denn die Wirksamkeit von Ayurveda konnte sich bis jetzt noch nicht beweisen lassen. Außerdem enthalten bestimmte angewandte Medikamenten-Mischungen nicht unwesentliche Mengen an Quecksilber und anderen Schwermetallen, deren Langzeitwirkungen noch nicht bekannt sind.


Weiterführende Literatur und Medien: